Leben mit Depression – Blog

Das Leben mit Depression & Psychiatrischen Erkrankungen ist nicht nur für die Betroffenen enorm schwer. Auch Angehörige und Freund stehen oftmals vor einer riesigen Herausforderung. Das du den Weg auf meine Seite gefunden hast, zeigt das dass du dich mit dem Thema Depression, Angst oder auch anderen Psychosomatischen- und psychiatrischen Erkrankungen beschäftigt hast.

Vielleicht bist du, genau wie ich, selber betroffen? Oder hast angehörige, Freunde, die betroffen sind und du weißt nicht wie du damit umgehen sollst?

Informieren & Sensibilisieren

Ich möchte hier in meinem Blog meine Erfahrungen mit dir teilen. Versuchen über verschiedene Krankheitsbilder zu informieren und dir zeigen, dass du nicht alleine bist. Psychische & Psychosomatische Erkrankungen sind gesellschaftlich noch immer ein Tabu-Thema. Das darf nicht sein! Niemand sollte Nachteile befürchten, nur weil er psychisch Krank ist. Leben mit Depression bedeutet nicht automatisch sich nur zu verkriechen. Nicht immer ist die Depression ein Dauerzustand. Viele Menschen durchleben im Laufe Ihres Lebens eine Depressive Episode. Auch wenn es für den Betroffenen aktuell kaum vorstellbar ist, aber es wird besser werden. Frühzeitig erkannt und behandelt, ist das Leben nach einer Depression bzw. nach einer depressiven Episode ohne Einschränkungen möglich. Wichtig ist, sich frühzeitig Hilfe zu holen!

Wenn du vermutest, dass du unter einer Depression leidest, kannst du mit meinem Depression-Selbsttest eine erste Einschätzung erhalten. WICHTIG! Dieser Test ist nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten aufgebaut, ersetzt aber in keinem Fall eine Ärztliche Diagnose!

Wer bin ich eigentlich?

Zuerst einmal ein paar kurze Fakten zu meiner Person, damit du weist mit wem du es zu tun hast und dir kurz meine ersten „Erfahrungen“ mit dem Thema Depression beschreiben:

Ich bin Jahrgang 1987, verheiratet und habe drei wundervolle Kinder. Wir leben in einer Kleinstadt, haben ein kleines Häuschen und ein Auto. Ich arbeitete zuletzt als Leitender Angestellter. Klingt erstmal ziemlich normal. Ist es ja eigentlich auch. Eigentlich. Denn Depressionen sind nach außen hin nicht sichtbar.
Jeder, der unter Depressionen leidet, kennt es:
Man verbringt Unmengen an Zeit damit, sich so zu verstellen, dass niemand etwas mitbekommt. Niemand soll merken, wie es mir geht – und gleichzeitig wünsche ich mir das doch endlich jemand etwas Sagt. Das endlich jemand sieht wie es in mir aussieht. Ein Paradoxer Gedankenkreis.

Alles begann mit vermeintlich untypischen Symptomen.

Ich war müde. Habe immer längere Erholungszeiten gebraucht. Hinzu kamen Schmerzen. Unspezifisch. Ein paar Tabletten und dann geht es wieder habe ich mir gesagt. Eines Abends traf ich mich mit Freunden. Damals hatte ich noch welche. Mir wurde schwindelig. Das herz schlug mir bis zum Hals. Ich ging nach draußen. Nach ein paar Minuten ging es wieder und ich machte mir keine weiteren Gedanken. Ich hatte ja ab morgen 3 Wochen Urlaub nach einem anstrengen Sommer-Projekt, da kann ich mich erholen. Am nächsten Morgen, oder besser mittag, stand ich auf.

Wenn nichts mehr geht: Depression & Erwerbsminderungsrente

Kaffee und Zigarette war mein Frühstück. So wie immer. Ich war zum Mittagessen verabredet und am Abend wollten wir ein Konzert besuchen. Während wir auf das Mittagessen warteten ging es wieder los, genau wie am Vorabend: Schwindel, Schweißausbrüche und Herzrasen. Dieses mal half es nicht kurz nach draußen zu gehen. Es wurde schlimmer und ich konnte ich mich nicht mehr auf den Beinen halten, brach einfach zusammen. Danach lief alles wie ein Film vor meinen Augen ab. Halbwegs klaren kopf hatte ich erst stunden später wieder im Krankenhaus.

Alle nur in meinem Kopf – Mein Leben mit Depression

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