Psychiatrie & Psychosomatische Medizin

Wo liegt eigentlich der Unterschied? Eine Frage die ich mir oft gestellt habe. Im folgenden möchte ich versuchen ein wenig Licht ins dunkel zu bringen:

Die Psychosomatische Medizin von der Psychiatrie abzugrenzen ist nicht einfach. Beschäftigen Sie sich doch weitgehend mit den selben Erkrankungen, wie Depressionen und Angststörungen.

Die Herangehensweise macht den Unterschied.

Die Psychosomatik hat eine ganzheitliche Herangehensweise, betrachtet also psychische Einflüsse auf körperliche „somatische“ Vorgänge im Körper. Es stehen durch die Psyche verursachte körperliche Beschwerden im Vordergrund.

Eine genau Definition liefert die Bundesärztekammer aus dem Jahre 2003:

„Die Psychosomatische Medizin umfasst die Erkennung, psychotherapeutische Behandlung, Prävention und Rehabilitation von Krankheiten und Leidenszuständen, an deren Verursachung psychosoziale und psychosomatische Faktoren einschließlich dadurch bedingter körperlich-seelischer Wechselwirkungen maßgeblich beteiligt sind.“

Das Fachgebiet der Psychiatrie definiert sich hingegen wie folgt:

„Das Gebiet Psychiatrie und Psychotherapie umfasst die Vorbeugung, Erkennung und somatotherapeutische, psychotherapeutische sowie sozial-psychiatrische Behandlung und Rehabilitation primärer psychischer Erkrankungen und Störungen in Zusammenhang mit körperlichen Erkrankungen und toxischen Schädigungen einschließlich ihrer sozialen Anteile, psychosomatischen Bezüge und forensischen Aspekte“

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Hier stehen also Erkrankungen des Geistes wie Mono- u. bipolare Erkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Erkrankungen des schizoformen Kreises und  Suchterkrankungen im Mittelpunkt.

Die Psychotherapie

Beiden Fachrichtungen gemein, ist die professionelle Behandlung psychischer Störungen mit psychologischen Mitteln. Eine Psychotherapie umfasst dabei alle verbalen und nonverbalen psychologischen Verfahren, die auf die Behandlung psychischer und psychosomatischer Krankheiten oder Verhaltensstörungen abzielen.

Psychotherapie – eine Gebrauchsanweisung: Wie Ihre Therapie gelingt

In der Verhaltenstherapie beispielsweise steht die Hilfe zur Selbsthilfe für den Patienten im Mittelpunkt. Der Betroffene soll nach Einsicht in Ursachen und Entstehungsgeschichte seiner Probleme, Methoden an die Hand bekommen, mit denen er zukünftig besser zurechtkommt.

In der Tiefenpsychologie und der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie hingegen findet eine Auseinandersetzung mit unbewussten Motivationen und Konflikten statt. Ziel hier ist es die Hintergründe und Ursachen aktueller Leiden oder immer wiederholender Konflikte zu klären und diese durch Bewusstmachung aufzulösen oder abzuschwächen.

Psychopharmaka

Psychopharmaka: Ratgeber für Patienten und Angehörige

Psychopharmaka werden häufig Unterstützend zur Psychotherapie eingesetzt. Sie wirken dabei auf Funktionen des Gehirns ein.

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